Joseph Blatter als FIFA-Präsident bestätigt
Er war es und wird es bleiben – der mächtigste Mann der internationalen Fußballwelt. Joseph Blatter wurde am Mittwoch vom Weltfußballverband mit großer Mehrheit erneut zum FIFA-Präsidenten gewählt, wie auf „spiegel.de berichtet wird. Dabei sah es im Vorfeld der FIFA-Wahlen gar nicht so gut um die berufliche Zukunft des Schweizer Fußballfunktionärs aus. Intrigen, Korruption und ein selbstherrlicher Führungsstil – das waren nur einige der Vorwürfe, mit denen sich die FIFA und an ihrer Spitze Joseph Blatter in den vergangenen Wochen auseinandersetzen mussten.
Wahl ohne Gegenkandidat
Doch das Fußballimperium des Joseph Blatter gerät nicht so schnell ins Wanken. Sein einziger Konkurrent um das Amt des FIFA-Chefs, der Katarer Mohammed Bin Hammam, hatte am Wochenende vor der Wahl auf eine Kandidatur verzichtet. Der Weg war damit frei für eine Wiederwahl Blatters, der bereits seit 1998 den Chefsessel der FIFA besetzt. Joseph Blatter wertete seine Wiederwahl in schwierigen Zeiten als Zeichen der Solidarität innerhalb des Weltfußballverbands.
Quo vadis, FIFA?
Kritiker fordern seit langem mehr Transparenz im Weltfußballverband. Für Kritik von außen ist Blatter zwar nicht unzugänglich, aber Probleme im Verband will er lieber intern lösen. So kündigte er unter anderem an, dass das Vergabeverfahren für die Austragungsorte von Fußball-Weltmeisterschaften geändert wird. Außerdem verwies Blatter auf das Ethik-Komitee der FIFA. Das Komitee wurde bereits in der Vergangenheit aktiv. So wurde Mohammed Bin Hammam wegen des Verstoßes gegen den Ethik-Code der FIFA suspendiert – ebenso wie Jack Warner, Präsident des Fußballverbands von Nordamerika, Südamerika und der Karibik.